Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen e.V.

weitere aktuelle Infos

Studie ErgoLoCo zu Long-Covid bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Was ist ErgoLoCo? Die ErgoLoCo Studie ist eine Pilotstudie der Med. Hochschule Hannover und Uniklinik Göttingen, in der getestet wird, ob ein Online- Ergotherapieprogramm über 12 Wochen gegen Konzentrations- und Alltagsprobleme bei Long-Covid hilft.

Wie können Sie mitmachen? Sind Sie 16 bis einschließlich 21 Jahre alt und haben nach einer Coronainfektion mehr als sechs Wochen Probleme? Dann gehen auf www.defeat-corona.de und loggen sich auf der Website an, um mehr zu erfahren. Mitmachen geht dann einfach von zu Hause aus!

Wie ist der Studienablauf? Nach dem Log-In auf der Website finden Sie schnell heraus, ob Sie für die Studie infrage kommen und erhalten, wenn Sie teilnehmen wollen, einen Termin für ein persönliches Aufklärungsgespräch und eine Eingangstestung. Alle Termine gehen einfach von zu Hause aus über den PC und später ein Tablet. 2/3 der TeilnehmerInnen bekommt 12 Wochen lang Online-Ergotherapie, 1/3 der TeilnehmerInnen landet zunächst in der Wartegruppe. Nach 12 und 24 Wochen testen wir Sie nochmal, danach haben auch KontrollprobandInnen Zugang zum Programm.

Was ist sonst noch wichtig? Online-Ergotherapie ist keine etablierte Therapie bei Long-Covid. Bisher gibt es einfach noch keine effektive Therapie. Bei TeilnehmerInnen unter 18 Jahren muss einE SorgeberechtigeR zustimmen.

Hier der Link: Defat Corona

Selbsthilfepreis der Ersatzkassen in Niedersachsen

Selbsthilfepreis der Ersatzkassen

Mehr als 100.000 Menschen in Niedersachsen gelten als alkoholkrank. Viele weitere haben mit Süchten aus anderen Bereichen wie Glücksspiel, illegale Drogen, Nikotin, Medikamente oder Essstörungen zu kämpfen. Betroffene sind auf professionelle Hilfe und entsprechende Behandlungen angewiesen. Darüber hinaus erfahren sie oft wertvolle Unterstützung, indem sie sich gemeinsam mit anderen in einem geschützten Raum offen über ihre Probleme austauschen. Allein zum Thema Sucht existieren in Niedersachsen rund 500 Selbsthilfegruppen.

Die Ersatzkassen in Niedersachsen möchten dieses Engagement in eigener Sache würdigen und rufen daher alle Selbsthilfegruppen aus dem Bereich Sucht dazu auf, sich um ihren Selbsthilfepreis zu bewerben. Sie verleihen den Preis zum dritten Mal. „Es ist beeindruckend, wenn Menschen mit Erkrankungen und Problemen ihr Schicksal auch selbst in die Hand nehmen und dadurch sich, aber auch anderen helfen“, so Hanno Kummer, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) in Niedersachsen.

Gesundheitsministerin unterstützt
Auch Gesundheitsministerin Daniela Behrens unterstützt den Selbsthilfepreis und bittet alle Engagierten darum, sich zu bewerben.

Die Coronazeit war für Selbsthilfegruppen, die besonders auf regelmäßigen Kontakt angewiesen sind, eine echte Herausforderung. „Wir sind gespannt, welche kreativen Lösungen Selbsthilfegruppen gefunden haben, um ihre wertvolle Tätigkeit fortzuführen“, sagt Kummer.

Teilnahme
Mitmachen können alle ehrenamtlich tätigen, regionalen Selbsthilfegruppen, die sich durch eine erfolgreiche Arbeit im Bereich Suchterkrankungen auszeichnen. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2023. Die Preisgelder betragen insgesamt 5.000 Euro. Weitere Informationen und Unterlagen sind auf der Homepage des vdek in Niedersachen zu finden.

Die Ersatzkassen sorgen als Akteure der gesetzlichen Krankenversicherung dafür, dass gesundheitsbezogene Selbsthilfe umfassend finanziert wird. Mit dem Preis wollen sie darüber hinaus ein besonderes Zeichen der Wertschätzung setzen. „Eines nämlich können die professionellen Angebote unseres Gesundheitssystems nicht leisten: den direkten Austausch von Betroffenen und die gegenseitige Unterstützung der Selbsthilfe“, erläutert Kummer.

Hinweis: Bewerbungsunterlagen finden sich hier. link

Kontakt
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Niedersachsen
Pressesprecher
Simon Kopelke; Telefon: 05 11 / 3 03 97 - 50; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Kreativ-Wettbewerb zum Thema Burnout

 

 

Info-Portal zu Depression und psychischer Gesundheit -

Das wissenschaftlich fundierte Informations-Portal „ich bin alles“ zu Depression und psychischer Gesundheit richtet sich an Kinder und Jugendliche und deren Eltern. Entwickelt wurde es von der Kinder- und Jugendpsychiatrie des LMU Klinikums München in Partnerschaft mit der Beisheim Stiftung. Neben der Aufklärung und Wissensvermittlung soll mit dem Informationsportal "ich bin alles" ein Beitrag zur Entstigmatisierung und Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen geleistet werden. 

 link

Oldenburger Selbsthilfetag 2022

Selbsthilfetag StehleDer Selbsthilfetag fand im Rahmen der Inklusionswoche Oldenburg nach zwei Jahren endlich wieder in gewohnter Form statt. Selbsthilfetag FreundeskreisSelbsthilfetag Fibros

 "Selbsthilfe schlägt Wellen“ war das Motto in diesem Jahr. 

15 Selbsthilfegruppen haben sich am 7. Mai 2022 im famila Einkaufsland Wechloy vorgestellt.   

Nach der Eröffnung um 10.30 Uhr mit Grußworten von der Sozialdezernentin Dagmar Sachse und Pia Ovelgönne, Center Management, famila Einkaufland informierten die Selbsthilfegruppen und die Selbsthilfekontaktstelle BeKoS die Besucher*innen über ihre Arbeit.

In den Selbsthilfegruppen sind die vielfältigen Erfahrungen und Informationen der Gruppenmitglieder eine ganz besondere Kompetenz.

Manchmal kann ein kleiner Steinwurf große Wellen schlagen.

link Download: Flyer-Selbsthilfetag-2022.pdf

link Download: NWZ-Artikel vom 9.5.2022

 

Oldenburger Inklusionswoche 2022

Vom 2. bis 8. Mai fand die 11. Oldenburger Inklusionswoche statt. Auch in 2022 wurde wieder vom Aktionsbündnis 5. Mai ein buntes, informatives und vielseitiges Programm rund um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gestaltet. Im Mittelpunkt standen dabei Menschen, die sonst häufig eher an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind. Inklusion soll sichtbar gemacht und Begegnungen sowie Diskurs ermöglicht werden. Dabei gilt es auf Barrieren, auch im Kopf, aufmerksam zu machen und Anregungen für ein besseres Miteinander in der Stadt Oldenburg zu geben.
Weitere Infos und Programm unter: www.ol-inklusiv.de


Das Projekt „Common Care“

(Common Care = frei übersetzt: gemeinsame medizinische Versorgung)

Worum geht es?

Es geht um die gesundheitliche Versorgung in der Ems Dollart Region über die EU-Grenzen hinweg: Das bedeutet Menschen aus Deutschland können sich in den Niederlanden und Menschen aus den Niederlanden können sich in Deutschland medizinisch behandeln lassen.
Dieses Recht haben EU-Bürger*innen durch die „Richtlinie über die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung“ (9. März 2011).
Um dieses Recht in der Umsetzung zu unterstützen arbeitet das Projekt Common care an der Entwicklung einer nachhaltigen Infrastruktur für grenzüberschreitende Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen.
In einer 2. Befragung wurden die Wartezeiten für medizinische Untersuchungen und Behandlungen und deren persönliche Folgen abgefragt. Es ging hierbei nur um geplante Behandlungen, also solche, für die ein Termin vereinbart werden muss.
Außerdem wurde gefragt, welche Voraussetzungen gegeben sein sollen, damit Behandlungen auch in den Niederlanden genutzt werden können, um dadurch Warte- und/oder Anfahrtzeiten zu verringern. Die Ergebnisse der Befragung werden in einem Bericht verarbeitet und als Informationsquelle für die Gestaltung grenzüberschreitender Gesundheitsversorgung genutzt.

Was hat das mit Selbsthilfe zu tun?

Selbsthilfegruppen informieren, beraten und präsentieren sich mit ihren Leistungen einer breiten Öffentlichkeit. Aber am wichtigsten bleibt, dass sie Betroffenen und Angehörigen Hilfen bei der Bewältigung von Krankheiten, Behinderungen und bei sozialen und psycho-sozialen Problemen bieten.
Als wichtige Säule des Gesundheitswesens setzen sich Selbsthilfegruppen darüber hinaus für eine bessere gesundheitliche Versorgung ein. Dabei ist ihre Einschätzung als Expert*innen in eigener Sache ein wichtiger Beitrag für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens.
Vielleicht kann aus diesem Projekt heraus auch ein Austausch für die Oldenburger Selbsthilfegruppen über die Landesgrenze hinweg ermöglicht werden.

Aktueller Stand: Die 2. Befragung ist abgeschlossen und befindet sich z.Zt. in der Auswertungsphase.